AgencyAIPulse.
218 UMFRAGEEINSENDUNGEN
BRANCHENSTUDIEN IM KONTEXT
Ein Stimmungsbild.
218 Menschen aus Agenturen und ihrem Umfeld haben uns berichtet, wie KI ihre Arbeit, ihre Geschäftsmodelle und ihre Erwartungen verändert.
Die offene Umfrage wurde über LinkedIn und Reddit verbreitet. Die Teilnahme war freiwillig. Die Ergebnisse zeigen, was einige Menschen aus der Praxis erleben und erwarten. Sie sind keine repräsentativen Schätzungen für die Agenturbranche.
In dieser Publikation unterscheiden wir, was die Befragten nach eigener Aussage erleben, was sie erwarten und was andere Studien berichten. Diese Unterschiede sind entscheidend, gerade wenn die Zahlen auffallen.
Was Befragte berichten
Zum Beispiel, ob ein Kunde bereits wegen KI einen Preisnachlass verlangt hat.
Was sie erwarten
Zum Beispiel, welches Preismodell ihrer Ansicht nach in zwei Jahren vorherrschen wird. Keine Prognose.
Was andere Stichproben zeigen
Andere Studien, andere Grundgesamtheiten, andere Fragen. Hilfreiche Vergleiche, kein gemeinsamer Benchmark.
KI verändert die Agenturarbeit.
Nicht alles verändert sich mit ihr.
Interessant ist nicht mehr, ob Agenturen KI nutzen. Interessant sind die Abstände zwischen dem, was sie bereits tun, worauf sie vertrauen, was sie erwarten und was Kunden tatsächlich verändern.
Mirel Agency AI Pulse 2026, n=218. Nutzung = regelmäßig/meistens; hohes Vertrauen = 4 oder 5 auf einer fünfstufigen Skala. Unterschiedliche Fragen.
Die Arbeit verändert sich schneller als ihre Regeln.
KI gehört bereits zum Agenturalltag. Alle Befragten berichten, sie regelmäßig oder häufig für Recherche und Insights zu nutzen. Die Nutzung allein sagt aber wenig darüber aus, ob eine Agentur ihre Workflows umgestaltet, Entscheidungsbefugnisse verändert oder neue Wege der Wertschöpfung gefunden hat.
Strategie bekommt Unterstützung. Das Urteil bleibt beim Menschen.
Fast zwei Drittel nutzen KI zur Strategieunterstützung. Nur 8% bewerten ihr Vertrauen in strategische KI-Empfehlungen mit vier oder fünf von fünf Punkten. Das beschreibt einen Unterschied zwischen berichteter Nutzung und Vertrauen. Es ist kein Test der objektiven Leistungsfähigkeit von KI.
Agenturen stellen sich eine andere Zukunft vor. Das macht sie noch nicht zur Gegenwart.
72 Prozent würden weniger Menschen einstellen, wenn sie heute eine Agentur gründeten. Drei Viertel nennen Stunden-/FTE-Retainer als ihr derzeitiges Hauptabrechnungsmodell. Nur 17% erwarten, dass es in zwei Jahren noch ihr Hauptmodell ist. Das Erste ist eine hypothetische Personalentscheidung. Das Zweite ist eine Erwartung zur Preisgestaltung, kein Beleg für einen abgeschlossenen Wandel.
Kunden können Aufgaben übernehmen, ohne Agenturen aufzugeben.
Die separate GWA-Befragung auf Kundenseite zeigt großes Interesse daran, Marketingaufgaben ins Unternehmen zu holen. Zugleich erwarten vergleichsweise wenige, dass Agenturen insgesamt eine kleinere Rolle spielen. Eine einzelne Zahl löst diesen vermeintlichen Widerspruch nicht. Die Frage ist, welche Arbeit extern bleibt und warum. [3, S. 4–5, 22]
Das ist ein Stimmungsbild. Keine Vollerhebung.
Die Mirel-Umfrage umfasst 218 selbstselektierte Einsendungen, gewonnen über LinkedIn und Reddit. Die Ergebnisse beschreiben diese Menschen aus der Praxis, nicht die gesamte Branche. Im Bericht bedeutet OBSERVED, dass Befragte eine Tätigkeit oder Erfahrung berichten. EXPECTED bezeichnet ihre Erwartungen, EXTERNAL eine andere Studie. INTERPRETATION kennzeichnet eine Frage, die sich aus der Evidenz ergibt.
Alle nutzen KI. Das sagt erstaunlich wenig.
Die Nutzung ist der Ausgangspunkt. Die Integration ist die Frage.

Mirel Agency AI Pulse 2026, n=218. Recherche, Produktion und Strategie: regelmäßige/häufige Nutzung. Agenten: mindestens einer regelmäßig im Einsatz. Auf ganze Prozent gerundet.
Alle in dieser Stichprobe nutzen KI für Recherche. Das ist die Startlinie.
↗Alle 218 Befragten geben an, KI regelmäßig oder meistens für Recherche und Insights zu nutzen. Für Produktion berichten 92 Prozent diese Häufigkeit. Solche Tätigkeiten können trotzdem isolierte Aufgaben bleiben, ohne die Arbeitsabläufe der Agentur zu verändern.
Agenten zu haben macht noch keine integrierte Agentur.
↗78 Prozent berichten mindestens einen regelmäßig genutzten Agenten oder eine Automatisierung. Die Frage erfasst die Nutzung. Sie erfasst nicht, ob die Systeme Daten austauschen, zuverlässig gewartet werden oder Teil eines vernetzten Workflows sind. 25 Befragte wählten „5+ deeply integrated“. Diese Antwort verbindet die Anzahl der Agenten mit der Integrationstiefe und ist deshalb kein eindeutiges Reifemaß.
Die externe Evidenz zeichnet ein ähnliches, eigenständiges Bild.
In der IAB-Studie von 2025 berichteten 85% der branchenübergreifenden Stichprobe die Nutzung allgemeiner KI-Anwendungen. 30% beschrieben KI als vollständig in Mediakampagnen integriert [2, S. 7–9]. In der GWA-Agenturstichprobe nutzten alle generative KI für Text und Bilder; KI-Prozessautomatisierung war weniger verbreitet [3]. Unterschiedliche Grundgesamtheiten und Definitionen verhindern einen direkten Vergleich der Nutzungsquoten.
Die nächste Trennlinie könnte im Betrieb liegen, nicht in der Technologie.
Entscheidend wird weniger sein, ob eine Agentur ein KI-Tool hat. Entscheidend wird sein, ob sie es verlässlich in der tatsächlichen Arbeit einsetzen kann. Das ist eine These für künftige Messungen, kein durch den Pulse belegtes Ergebnis.
Die Stundenabrechnung ist nicht tot.
Agenturen planen schon ihre Beerdigung.
Die Erwartungen sind drastisch. Die Belege für bereits vollzogene Veränderungen deutlich dünner.

Mirel Agency AI Pulse 2026, n=218. Gewähltes Hauptabrechnungsmodell heute und in zwei Jahren. Auf ganze Prozent gerundet. Die Zukunftsangaben sind Erwartungen, keine beobachteten Veränderungen.
haben KI-bezogene Rabattforderungen von Kunden erlebt
Kunden fragen bereits nach ihrem KI-Rabatt.
Einen Rabatt zu verlangen heißt nicht, ihn zu bekommen. In der separaten Agenturstichprobe von Productive berichteten 27% Rabattforderungen. 13% gaben an, ihre Preise tatsächlich gesenkt zu haben, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Unterschiedliche Stichproben und Fragen. Diese Prozentwerte belegen keinen Trend zwischen den Studien.
Die erwartete Preisrevolution hat noch nicht stattgefunden.
Heute nennen 76% Stunden- oder FTE-Retainer als Hauptabrechnungsmodell. Nur 17% erwarten, dies in zwei Jahren noch zu tun. Stattdessen erwarten die Befragten deutlich häufiger Fest-/Projektpreise (33%) und wert-/performancebasierte Preise (34%) als Hauptmodell. Das sind Antworten auf zwei getrennte Fragen zur Hauptabrechnung, keine Prognose von Umsatzanteilen.
Eine Rabattforderung ist noch kein gewährter Rabatt.
↗Im Pulse berichten 53%, dass ein Kunde wegen KI einen niedrigeren Preis verlangt hat. Ob die Agentur zugestimmt hat, sagt das nicht. In Productives separater Kundenbefragung von 2025 berichteten 27% Rabattforderungen; 13% hatten ihre Preise gesenkt [1, S. 17, 20–21]. Der Unterschied zwischen den Stichproben lässt sich nicht als Trend interpretieren.
Effizienz kann die Marge verbessern, ohne die Rechnung zu verändern.
Bei Productive berichteten 65% der Befragten mindestens einen positiven KI-Effekt auf Umsatz oder Profitabilität [1, S. 15]. Das bedeutet nicht, dass neue KI-Leistungen Umsatz erzeugen: Nur 13% berichteten relevante neue Umsatzquellen [1, S. 25]. Liefereffizienz, Preiszugeständnisse, Preismodell und neuer Umsatz sind vier unterschiedliche Fragen.
Der vorgestellte Wandel könnte schwieriger sein, als Agenturen glauben.
Laut Promethean Research sank der Anteil der Agenturen mit wertbasierter Preisgestaltung von 31% im Jahr 2024 auf 23% im Jahr 2025 [4]. Definition und Stichprobe unterscheiden sich vom Pulse. Das wirft eine praktische Frage auf: Wenn Agenturen Ergebnisse verkaufen wollen, was werden sie messen, vertraglich zusichern und verantworten?
Die Agentur, die sie heute gründen würden, hat weniger Menschen.
Ein gedachtes Team im ersten Jahr ist nicht die heutige Belegschaft.
Mirel Agency AI Pulse 2026, n=218. Hypothetische Einstellungen im ersten Jahr bei einer heutigen Agenturgründung; kein tatsächlicher Personalabbau. Gerundete Prozentwerte.
Die aufschlussreichste Personalfrage ist hypothetisch.
Gefragt nach den Einstellungen im ersten Jahr einer heutigen Neugründung wählten 44% „20–40% weniger“ und 28% „mindestens 50% weniger“. Weitere 28% wählten „etwa gleich viele“. Das ist ein Gedankenexperiment zur Neugestaltung, kein Beleg für bereits verlorene Arbeitsplätze.
Eine kleiner gedachte Agentur ist kein Entlassungsprogramm.
Productive berichtete, dass 64% der befragten Kundenagenturen weder KI-bedingte Entlassungen vorgenommen hatten noch solche planten [1]. In der GWA-Agenturstichprobe berichteten 13,8% geplante KI-bedingte Einsparungen oder Entlassungen [3]. Keines der Ergebnisse misst, was die Pulse-Befragten bei einem Neuanfang tun würden.
Die erste Veränderung könnten weniger Neueinstellungen sein.
↗Agenturen könnten weniger Juniors einstellen, Rollen neu gestalten, Arbeit zwischen Disziplinen verlagern oder Teams durch natürliche Abgänge verändern. Keine dieser Entwicklungen lässt sich allein aus der hypothetischen Einstellungsantwort ableiten. Ein künftiger Pulse sollte Neueinstellungen, natürliche Abgänge und Entlassungen getrennt erfassen.
KI sitzt mit am Strategietisch. Am Steuer sitzt sie noch nicht.
KI unterstützt Strategiearbeit deutlich häufiger, als ihren Empfehlungen hohes Vertrauen entgegengebracht wird.

Mirel Agency AI Pulse 2026, n=218. Anteil mit Vertrauen 4 oder 5 auf einer fünfstufigen Skala, gerundet von 69,7% und 8,3%. Getrennte Fragen mit Selbstauskunft.
KI hilft bei der Strategie. Vertrauen ist eine andere Frage.
64 Prozent berichten regelmäßige oder häufige KI-Nutzung zur Strategieunterstützung. Nur 8% bewerten ihr Vertrauen in strategische KI-Empfehlungen hoch, mit 4 oder 5 auf einer fünfstufigen Skala. Bei Produktionsarbeit liegt der entsprechende Anteil bei 70%. Das sind Vertrauenseinschätzungen der Befragten, keine objektiven Bewertungen der Outputqualität.
Die Offenlegungsfrage ist komplizierter als ein Ja oder Nein.
48 Prozent geben an, Kunden KI-gestützte Strategie präsentiert zu haben, ohne sie darüber zu informieren. Die Umfrage fragt nicht, ob eine Offenlegung vorgeschrieben, erwartet oder für die Arbeit wesentlich war. Diese Antwort als Täuschungsbeleg zu behandeln wäre unverantwortlich. Sie legt aber nahe, Kundenerwartungen und Offenlegungspraxis genauer zu untersuchen.
Wer am Ende entscheidet, könnte wichtiger sein als die Herkunft des Entwurfs.
↗Recherche, Synthese und Ideenentwicklung können von KI profitieren, ohne dass die Verantwortung übertragen wird. Der IAB dokumentiert umfangreiche KI-Nutzung bei strukturierten Mediaaufgaben. Die GWA-Kundenergebnisse zeigen zugleich, warum der wahrgenommene Wert von Agenturexpertise offen bleibt [2, 3]. Die nächste interessante Messgröße ist Entscheidungsbefugnis: Wann schlägt KI vor, wann gibt ein Mensch frei und wer verantwortet das Ergebnis?
Kreativagentur vs. Performanceagentur. Vielleicht die falsche Trennlinie.
Agenturtypen sagen womöglich wenig darüber aus, was KI tatsächlich automatisieren kann.
Mirel Agency AI Pulse 2026. Kreativagentur n=49; Performance/Paid Media n=43. Explorative Untergruppenanalyse; kleine, selbstselektierte Stichproben. Gerundete Prozentwerte.
Der erwartete Abstand zwischen Kreativ- und Performanceagenturen ist nicht eindeutig.
Unter den Befragten aus Kreativ-/Brand-Agenturen (n=49) berichten 71% regelmäßigen Agenteneinsatz. Bei Performance/Paid Media (n=43) sind es 77%. Rabattforderungen von Kunden nennen 47% beziehungsweise 58%. Das sind explorative Vergleiche kleiner, selbstselektierter Gruppen, keine Unterschiede zwischen Grundgesamtheiten.
Die Art der Arbeit könnte wichtiger sein als der Agenturtyp.
Performance-Workflows enthalten oft wiederkehrende Inputs und messbare Outputs. Das macht manche Formen der Automatisierung leichter bestimmbar. Doch auch Kreativagenturen haben wiederholbare Prozesse, und Performanceagenturen treffen folgenreiche Urteile. Der Pulse misst die Wiederholbarkeit einzelner Aufgaben nicht. Es bleibt eine prüfenswerte Hypothese, kein Ergebnis.
Integration hat weiterhin praktische Hürden.
In der IAB-Studie von 2025 nannten Befragte komplexe Einrichtung und Sicherheit, fehlendes KI-Wissen und fragmentierte Technologie als wesentliche Hürden für die Skalierung von KI [2, S. 15–16]. Diese Hindernisse könnten Agenturen deutlicher unterscheiden als die Trennung zwischen Kreation und Performance.
KI macht Agenturarbeit schneller. Wer hat etwas davon?
KI schafft Effizienz. Wer davon profitiert, wird noch ausgehandelt.
Konzeptionelles Modell möglicher wirtschaftlicher Ergebnisse, kein statistisches Modell. Ergebnisse der Umfrage und externer Studien werden im Text erläutert.
Ein schnelleres Ergebnis verrät nicht, wer gewinnt.
53 Prozent der Pulse-Befragten haben KI-bezogene Rabattforderungen erhalten. 45 Prozent berichten, dass Kunden wegen KI einen Teil der Arbeit ins Unternehmen holen. Keine Antwort misst verlorenen Umsatz, erhaltene Margen oder an Kunden weitergegebenen Wert. Das wirtschaftliche Ergebnis hängt davon ab, welche Arbeit wandert, welche bleibt und was Agenturen dafür berechnen können.
Kunden können Arbeit ins Unternehmen holen, ohne weniger Agenturen zu wollen.
In der separaten GWA-Befragung von 170 Personen auf Unternehmensseite wollten 80% mithilfe von KI mehr Marketingleistungen intern erbringen. Nur 8,2% erwarteten insgesamt eine kleinere Rolle für Agenturen [3, S. 4–5, 22]. Das sind Absichten und Erwartungen, keine beobachteten Budgetverlagerungen. Sie legen nahe, dass der Wettbewerb um einzelne Aufgaben statt um die gesamte Beziehung gehen könnte.
Agenturen können auf mehreren Wegen profitieren.
Productives Untersuchung deutet darauf hin, dass einige Agenturen bereits Umsatz- oder Profitabilitätsvorteile sehen. Vergleichsweise wenige berichten relevante neue KI-Umsatzquellen [1, S. 15, 25]. Der IAB erfasst außerdem Sorgen von Agenturen über Inhousing und von Marken über die Transparenz ihrer Partner [2, S. 21]. Marge zu behalten, neue Aufträge zu gewinnen und neue Leistungen zu verkaufen sind unterschiedliche Ergebnisse.
Die Wertfrage ist noch offen.
Kunden können Einsparungen verlangen, Plattformen Aufgaben übernehmen. Agenturen können Marge behalten oder Expertise verkaufen, die bei günstigerer Umsetzung wertvoller wird. Der Pulse kann diese Ergebnisse nicht gewichten. Künftige Forschung sollte tatsächlich gezahlte Preise, Agenturmargen, Kundenausgaben und verlagerte Arbeit erfassen.
„Uns sollte interessieren, wo KI tatsächlich Arbeit ersetzt, statt wo Agenturen sagen, dass sie sie nutzen.“Reddit-Kommentar
„In meiner alten Agentur nutzten wir sie vor allem für erste Entwürfe von Werbetexten und E-Mail-Betreffzeilen. Sie ersetzte keine echten Texter, sondern ersparte ihnen den Blick auf die leere Seite.“Reddit-Kommentar
„Verkürzt Lieferzeiten und legt Ineffizienzen in unserem stundenbasierten Retainer-Modell offen.“Mirel Agency AI Pulse 2026, offene Antwort
„Ermöglicht kleinen integrierten Teams den Output von Agenturen mit doppelt so vielen Mitarbeitenden.“Mirel Agency AI Pulse 2026, offene Antwort
„Hebt die Qualitätsanforderungen an die Konzeptentwicklung und verlangt zugleich strengere menschliche redaktionelle Prüfung.“Mirel Agency AI Pulse 2026, offene Antwort
„Wenn du in deiner Agentur keine KI nutzt, verschwendest du deine Zeit und Kundengeld. Zum Beispiel habe ich einen PPC-Agenten, der Kundenkampagnen überwacht …“Reddit-Kommentar
„Hilft uns, schnell Presseaufhänger zu entwickeln, während die Medienbeziehungen zutiefst menschlich bleiben.“Mirel Agency AI Pulse 2026, offene Antwort
Die ausgewählten Kommentare sind illustrativ und hier aus dem Englischen übersetzt. Sie werden nicht als statistisch codierter qualitativer Datensatz behandelt.
Dinge, die wir beobachten sollten.
Der nützlichste nächste Schritt ist keine weitere Nutzungsstatistik. Es sind Belege dafür, was sich tatsächlich verändert.
Am nützlichsten ist der Pulse als Sammlung von Fragen, die wir weiter beobachten. Eine künftige Ausgabe könnte erfassen, ob heutige Erwartungen zu beobachtbaren Veränderungen werden.
Die parallele GWA-Kundenbefragung ergänzt eine weitere Beobachtungsgröße: ob Kunden mehr einzelne Aufgaben intern übernehmen und für andere Arbeit insgesamt gleich stark oder stärker auf Agenturen setzen. Aufgabenverlagerung, gesamte Agenturausgaben und wahrgenommenen strategischen Wert getrennt zu erfassen könnte helfen, diesen scheinbaren Widerspruch aufzulösen.
| Signal | Ausgangslage 2026 | Was als Nächstes zu messen ist |
|---|---|---|
| Preisgestaltung | 2026: 76% heute primär Stunden/FTE; 17% erwarten dies in zwei Jahren. | Tatsächliches Hauptmodell, Umsatzanteil und realisierte Preise 2027–28. |
| Personal | 2026: 72% würden bei einer Neugründung weniger einstellen. | Junior-Einstellungen, gesamte Neueinstellungen, natürliche Abgänge und Entlassungen getrennt. |
| Integration | 2026: 78% berichten regelmäßigen Agenteneinsatz. | Vernetzte Workflows, Verfügbarkeit, Wartung und Autonomiegrad. |
| Strategie | 2026: 64% nutzen KI für Strategie; 8% vertrauen Empfehlungen stark. | Entscheidungsbefugnis, menschliche Prüfung, Offenlegungserwartungen und Vertrauen. |
| Kundendruck | 2026: 53% berichten Rabattforderungen; 45% berichten Inhousing. | Gewährte Rabatte, betroffener Umsatz und tatsächlich verlagerte Aufgaben. |
| Wertverteilung | 2026: Die Umfrage misst keine realisierten Margen. | Bruttomargen, Kundenausgaben, Umsatz pro Person und Umsatz neuer Leistungen. |
Was diese Zahlen aussagen. Und was nicht.
Der Mirel Agency AI Pulse 2026 sammelte 218 Einsendungen über eine offene Onlineumfrage, die auf LinkedIn und Reddit verbreitet wurde. Die Teilnahme war freiwillig. Es handelt sich um eine selbstselektierte, nichtprobabilistische Stichprobe. Die Ergebnisse geben Hinweise auf Ansichten und Erfahrungen der Befragten. Sie sind nicht repräsentativ für die Agenturbranche.
Die Stichprobe ist geprägt von unabhängigen Agenturen (182/218), kleineren Organisationen (165/218 berichten 2–50 Beschäftigte) sowie Großbritannien/Irland, Westeuropa und Nordamerika (212/218). Diese Merkmale sind für die Interpretation wichtig. Die Ergebnisse beschreiben berichtete Erfahrungen, Verhaltensweisen und Erwartungen. Sie belegen keine kausalen Effekte und sagen künftige Ergebnisse nicht verlässlich voraus.
Productives Agencies in the AI Era: Between Hype and Reality basiert auf 181 Agenturen und Beratungen, die Productive nutzen und vom 9. bis 16. September 2025 online befragt wurden. Die meisten Befragten kamen aus Europa; 63% hatten eine Führungsposition auf Geschäftsleitungsebene. Productive beschreibt die Ergebnisse als indikativ für den eigenen Kundenstamm, nicht für die gesamte Professional-Services-Branche [1, S. 32].
Die quantitative Grundlage bilden Verteilungen der gesamten Stichprobe. Vergleiche zwischen Agenturtypen sind explorativ. Die offenen Antworten sind nicht statistisch codiert; ausgewählte wörtliche Kommentare illustrieren nur einzelne Ansichten. Alle 218 eingereichten Antworten wurden beibehalten.
Bestehende Branchenstudien dienen dazu, die Pulse-Ergebnisse zu stützen, zu hinterfragen und zu erweitern. Sie machen aus einer selbstselektierten Stichprobe keine repräsentative. Die Studien nutzen unterschiedliche Stichproben, Regionen, Definitionen und Zeiträume. Ihre Prozentwerte sind ohne Prüfung der ursprünglichen Erhebungsinstrumente nicht als direkt vergleichbar zu behandeln.
Das GWA KI-Whitepaper 2026 beruht auf zwei unabhängigen deskriptiven Onlinebefragungen: 78 Führungskräfte aus GWA-Mitgliedsagenturen (12. Februar–6. März 2026) und 170 Entscheidungsverantwortliche auf Unternehmensseite (1.–9. April 2026). Für keine Stichprobe wird Repräsentativität beansprucht. Die Gruppen lassen sich nicht auf Ebene einzelner Befragter verknüpfen [3, S. 7]. Die Prozentwerte stehen hier mit ihren jeweiligen Bezugsgrößen und Fragekontexten. Sie werden nicht mit den Pulse-Daten zusammengeführt.
Das größere Bild.
Externe Forschung wird zur Einordnung zitiert, nicht als gemeinsame Stichprobe oder Bestätigung dieses Berichts dargestellt.
[1] Productive. Agencies in the AI Era: Between Hype and Reality (2025). Befragung von 181 Productive-Kundenagenturen und -beratungen, 9.–16. September 2025. Insbesondere S. 6, 11, 15, 17, 20–21, 25 und 32. https://productive.io/agencies-in-the-ai-era-between-hype-and-reality/
[2] Interactive Advertising Bureau (IAB), BWG Global und Transparent Partners. State of Data 2025: The Now, the Near, and the Next Evolution of AI for Media Campaigns (März 2025), insbesondere S. 7–10, 15–16, 19, 21, 24–25. https://www.iab.com/news/iab-state-of-data-report-2025/
[3] GWA Tech & Innovation Forum. DER NEUE WERT: Agenturen im Spannungsfeld von KI-Reife und Kundenerwartung. GWA KI-Whitepaper 2026, Ausgabe 3. Zwei deskriptive Befragungen: Agenturen n=78 und Organisationen auf Kundenseite n=170.
[4] Promethean Research. Value-Based Pricing Was Supposed to Save Us. https://prometheanresearch.com/value-based-pricing-was-supposed-to-save-us/
Mirel Thinking
Weiterlesen.
- Was Strategiearbeit eine Agentur kostet. Und was sie bringt.
Die wirtschaftlichen Fragen hinter Strategiearbeit.
- Ersetzt KI Strategen? Einen Teil der Arbeit schon.
Wie KI strategische Arbeit und menschliches Urteil verändert.
- Kann KI Strategie?
Was KI zur Strategie beitragen kann.
Englische Veröffentlichung: DOI: 10.5281/zenodo.23689848